Heute habe ich die frohe Nachricht bekommen, dass ich den SVX zum Lackieren nach Ungarn bringen darf. Zusammen mit Frank's Wohnmobil bringen wir den SVX nach Ungarn, nordwestlich vom Balaton. Wir fahren am 18.09.2025 los, geben die Autos beim Lackierer ab und bleiben dann noch bis Sonntag bei einem Kumpel, der südwestlich vom Balaton eine Firma hat, in der wir übernachten können.

Ein Problem, dem sich alle SVX-Fahrern stellen müssen, ist die Verfügbarkeit von hinteren Bremsscheiben, die innenbelüftet sind. Das Problem kann einfach umschrieben werden: Es gibt keine mehr. Was man im Netz noch kaufen kann, sind die vollen Scheiben der US-Modelle, aber die sind in Deutschland nicht zulässig.

Ich habe ein wenig recherchiert und bin auf hintere, innenbelüftete Bremsscheiben eines anderen japanischen Modells gestoßen, dessen Bremsscheiben sehr ähnliche Abmessungen haben, wie die innenbelüfteten Bremsscheiben des Subaru SVX. Eines muss ich zwingend vorweg schicken, und zwar, dass auch dieser Umbau nicht in Deutschland zulässig ist..

Der aktuelle Stand ist, dass man diese Scheiben an der Hinterachse montieren kann. ABER: Sie passen nicht. Der Scheibendurchmesser ist ca. 2 mm größer, also 1 mm im Radius. Der Nabendurchmesser zur Zentrierung der Scheibe hat bei der Subaruscheibe 58mm, bei der anderen 60mm. Da braucht  man einen entsprechenden Adapterring. Aber das größte Problem ist das Abstandsmaß zwischen der Nabenanlagefläche und dem Innenmaß der inneren Bremsscheibenreibfläche. Hier fehlen ca. 4mm, was zur Folge hat, dass die Bremsscheibe am Bremssattelträger anliegt und blockiert.

Ein Studienkollege erstellt im 3D-Druck ein Muster für eine Distanzscheibe mit Zentrierring aus Kunststoff zur Einlage zwischen Radnabe und Bremsscheibe. Das ist quasi ein Distanzring zum unter die Bremsscheiben legen. An dieser Distanzscheibe ist dann auch die Zentrierung für die Bremsscheibe angebracht. Wenn es mit dem Modell dann passen sollte, lassen wir ein Paar Scheiben von einem CNC-Fräser anfertigen. An der Bremsscheibe selbst müsste am Umfang evtl. noch ein Millimeter abdrehen, dann sollte die Ersatzscheibe eigentlich passen. Aber wie gesagt, dieser Umbau ist genau so illegal, wie der Umbau auf die vollen Scheiben der US-Modelle.

Der Adapterring passt gut, es muss nur noch geprüft werden in wieweit das Kunststoffmodell tatsächlich von den CAD-Daten abweicht (Stichwort: Schwund beim Abkühlen). Ich habe auch schon mit einer Firma Kontakt aufgenommen, die alle möglichen Distanzringe mit Materialgutachten herstellt, um den Umbau möglicherweise legal durchführen zu können.

Bevor wir die beiden Fahrzeuge nach Ungarn bringen können, müssen diese natürlich fahr- und bremsfähig sein, dass der Lackierer die Fahrzeuge problem- und gefahrlos bewegen kann. Bei Frank's Ducato eigentlich kein Problem. Aber der SVX lässt sich nur mit der Handbremse anhalten, weil im Fahrzeug kein ABS-Block verbaut ist. Aber ein ABS-Block ist vorhanden, weil ich mich unmittelbar nach dem Kauf des Wagens auf die Suche nach den Fehlteilen, als auch nach Wartungs- und Verschleißteilen gemacht habe.

Ich habe den Wagen aus seinem Lager gekramt und in die Werkstatt gebracht. Bei dem ABS-Block haben leider zwei der Gummilager zur Befestigung gefehlt, deshalb musste eine neue Befestigung konstruiert werden.

Nachdem das Hydroaggregat eingesetzt war, wollte ich die Bremsanlage entlüften. Zunächst wie im Werkstatthandbuch beschrieben: durch Pumpen mit dem Fuß, zuerst an den Entlüfternippeln am ABS-Block, vorne zuerst dann den Hinteren. Anschließend geht es an die Radbremsen, vorne rechts, hinten links dann vorne links und anschließend hinten rechts. Es hat natürlich nicht geklappt, da hinten keine Bremsflüssigkeit ankam. Das ist mir seltsam vorgekommen, die die hinteren Bremsen eigentlich keine Verbindung miteinander haben, aufgrund der diagonalen 2-Kreis-Aufteilung. Auch der Versuch mit einem Bremsenentlüftergerät blieb ohne Erfolg.

Nach meinen Überlegungen muss der Hauptbremszylinder defekt sein, da das Bremsgefühl am Pedal auch seltsam war. Nach kurzer Suche habe ich in Spanien einen gebrauchten Hauptbremszylinder gefunden - und eine halbe Stunde später einen Neuen, auch in Spanien. Preislich lagen sie nur ca. 8€ auseinander, jetzt habe ich eben einen übrig.

Nachdem beide HBZ etwa zur gleichen Zeit eingetroffen sind habe ich den Neuen eingebaut. Das Pedalgefühl war nach dem Entlüften eigentlich super, nur haben die hinteren Bremsen noch immer nicht hydraulisch gebremst. Wir haben sämtliche Magnetventile des Hydroaggregats elektrisch angesteuert und deren Funktion überprüft. Außerdem haben wir die ABS-Pumpe bestromt, alles hat funktioniert. Aber es konnte jetzt trotzdem nur noch an dem ABS-Block liegen. Ich habe mich auf die Suche gemacht und einen ABS-Block in Japan ausgemacht. Diesen habe ich bestellt, und er war tatsächlich innerhalb einer Woche da - aus Japan. Hydroaggregat eingebaut, nach Vorschrift entlüftet, jetzt gehen alle vier Bremsen.

Am 18.09.2025 machten wir uns zu dritt mit meinem Citroen XM, meinem Trailer, dem SVX aufgeladen und dem Ducato von Frank auf den Weg nach Ungarn. Nach 11,5h waren wir dann auch schon in Ungarn bei unserer Übernachtungsmöglichkeit. Am Freitagvormittag brachten wir die Fahrzeuge dann zum Lackierer und am Samstag legten wir noch einen Tag Urlaub ein. Am Sonntag, dem 21.09.2025 fuhren wir wieder nach Hause. Diesmal brauchten wir nur 11h.

Voraussichtlich bekommen wir die Autos wieder im April 2026.

Parallel zur Lackierung wurde natürlich weiter nach benötigten Ersatzteilen gesucht. Ein allgemein bekanntes Problem ist der Wasserkühler. Üblicherweise reißt der Kühler am oberen Wasserkasten im Bereich des oberen Kühlwasseranschlusses. Natürlich ist das neben dem Getriebe auch an meinem SVX schon semiprofessionell repariert worden. Ich habe von eine SVX-Club-Mitglieds einen ebenfalls gerissenen Kühler bekommen, um mit unserem ortsansässigen Kühlerbauer über einen Nachbau aus Aluminium zu diskutieren.

Das Ergebnis war ernüchternd. Aufgrund der sehr komplizierten Geometrie des Wasserkühlers ist es nicht möglich den Kühler für einen Preis von unter 1.000,- € nachzubauen. Daraufhin zeigte ich dem Kühlerbauer (Internet mögen Handwerker nicht!!!) ein Angebot, auf das ich von einem Kumpel hingewiesen wurde. Es ist von einem chinesischen Kühlerbauer auf alibaba, der genau den SVX-Kühler in Handarbeit nachbaut. Haken an der Sache ist, dass die Mindestbestellmenge bei 10 Einheiten liegt.

Ich habe im SVX-Club nachgefragt, ob an der Abnahme eines handgeschweißten Wasserkühlers aus Aluminium Interesse besteht. Ich bin tatsächlich auf ein gewisses Interesse gestoßen. Es gab, inkl. mir vier Mitglieder, die an der Abnahme eines Kühlers interessiert gewesen wären. Zwei weitere Mitglieder, abgesehen von mir, erklärten sich bereit zwei zusätzliche Kühler abzunehmen, falls sich nicht genug Interessenten finden. Darauf hin hab ich den Kauf der zehn Kühler eingeleitet. Mein Handelspartner war die Fa. ZOS Radiators, die nichts anderes macht, als Alu-Wasserkühler herzustellen. Mein Kontakt hieß Lucy und war eine äußerst angenehme Handelspartnerin.

Aber trotz allem bestand während des gesamten Deals immer eine gewisse Unsicherheit. Kommt die Ware, entspricht die Ware den Erwartungen, was kommt kostenmäßig auf mich zu usw. Ich kann es vorweg nehmen: No sorrow!

Ich wurde von Lucy von vorne herein über den Preis der Kühler informiert. Der Preis lag pro Kühler bei 70,- $/Stück. Das macht dann summa summarum für zehn Kühler 700,- $. Auf Nachfrage, womit man noch an Versand, Zoll, Mehrwertsteuer und sonstigen Kosten noch rechnen müsse, wurde mir von ihr mitgeteilt, dass auf den Kaufpreis von 700,- $ noch 500,- $ für Zoll und den Versand per Schiff dazu kommen. Die fällige Mehrwertsteuer wird vom dem Land berechnet, in den die Artikel geliefert werden, das kann der Versender nicht berechnen. 1200,- $ entsprechen, je nach Wechselkurs etwas über 1000,- €. Die Mehrwertsteuer kann man sich selbst ausrechnen.

Fakt ist, dass man für den Endbetrag aller zehn Kühler in Deutschland maximal einen Kühler bekommt. 

 

Jetzt noch eine Einschätzung zur Qualität:

Die Kühler sind tadellos geschweißt. Es sind einwandfreie Schweißnähte an den Kühlern. Der Wassereinfüllstutzen ist wunderschön gefräst und erfüllt uneingeschränkt seine Funktion. Ich muss dazu sagen, dass ich mir überlegt habe, einen der Kühler als Kunstwerk an die Wand zu hängen, ich bin mir nur nicht sicher, ob im Haus oder der Werkstatt. Aber diese Überlegung hat sich ja erledigt, da alle Kühler einen neuen Besitzer gefunden haben. Ich persönlich bin von den Kühlern absolut begeistert, Chapeau bas! Nachfolgend sind ein paar Bilder meines Kühlers, die Anderen habe ich gar nicht ausgepackt:

Heute haben mich Bilder aus Ungarn erreicht. Der Lackierer hat am SVX die Karosseriearbeiten offensichtlich abgeschlossen. Auf der rechten Seite am Radlauf hat er auch noch die rote Pest entdeckt und bekämpft. Ich finde, dass alles super aussieht.

Heute, am 02.04.2026 habe ich vom Lackierer in Ungarn Bilder bekommen, auf denen man erkennen kann, dass der SVX fertig lackiert ist. Damit hätte ich , ehrlich gesagt, nicht gerechnet.

Auch Frank's Wohnmobil ist bereits lackiert, hat eine neue Frontscheibe und die Aufkleber bekommen.

Am "Carsamstag" fahren wir nach Ungarn, die beiden Fahrzeuge holen.

 

HAMMER!!!!!

 

 

Wie bereits angekündigt, sind wir an Ostern am Samstag nachts um 04:00 Richtung Ungarn aufgebrochen. Als Zugfahrzeug nahm ich den Citroen XM Break V6 mit dem Autotransportanhänger. Es lief alles an sich gut, bis mir gegen 05:15 auf der A99 (Nordumfahrung München) ein Schatten an der Heckscheibe aufgefallen ist, der merkwürdig geflattert hat. Ich konnte nichts im Rückspiegel erkennen und bat Frankes sich mal anzuschauen. Er stellte fest, dass sich eine der Alu-Riffelplatten auf dem Hänger gelöst hatte und durch den Fahrtwind hochgebogen wurde. Wir haben unverzüglich auf dem Standstreifen angehalten und unter knapp verbeifahrenden LKW´s das Blech mit Spanngurten auf die Ladefläche gespannt. Die weitere Fahrt verlief problemlos und ohne viel Verkehr.

 

Um 13:30 sind wir in Ajka, Ungarn beim Lackierer angekommen. Unsere Fahrzeuge standen schon im Hof zur Abholung bereit. 

Nachdem wir die Fahrzeuge eingehend bewundert hatten, wurde noch das Geschäftliche abgewickelt. Der Lackierer hat uns noch das hochgerissene Riffelblech provisorisch auf dem Hängerboden verschraubt, dann wurde der SVX aufgeladen.

 

Der Lackierer half uns noch, eine Unterkunft zu finden, da die Pension seiner Schwiegermutter wegen Krankheit geschlossen war, und außerhalb der Saison ist es schwer etwas zu finden. Wir bekamen die Suite im Hotel Ajka. Dann half er uns noch, ein Restaurant zu finden, das Euro`s akzeptiert. Wir hatten keine Forint getauscht.

 

Am Ostersonntag haben wir uns morgens gegen 07:00 wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn haben wir noch kurz bei Freunden rein gebremst - wenn man schon mal in der Nähe ist. 

 

Gegen 19:00 sind wir an der Werkstatt angekommen und haben erst mal ein Bier genommen. Dann haben wir den Subaru abgeladen und so langsam Feierabend gemacht. Alle Fahrzeuge sind wohlbehalten zurück.

Jetzt geht es an die Technik des Wagens und an die Aufbereitung der Innenausstattung. Im Vorfeld wurden schon viele Teile beschafft, wie bspw. ein anderes Getriebe, ein neuer Alu-Kühler, andere Räder, ein neues Radio, alle Service- und Verschleißteile, soweit erhältlich. Und es wird nochmal eine Bestandsaufnahme gemacht, was noch zu erledigen ist.

 

Die Arbeiten am Motor haben begonnen. Zuerst wurde das Kühlwasser abgelassen und der Kühler ausgebaut. Der Kühler wird durch einen neuen, handgefertigten Alukühler ersetzt, aber vorher gilt es noch die anderen Arbeiten am Motor durchzuführen, wie Zahnriemenwechsel, Zündkerzen- und Ölwechsel, usw. 

 

Im Rahmen des Zahnriemenwechsels wird auch die Wasserpumpe getauscht, da diese durch Zahnriemen angetrieben wird. Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, habe ich sämtliche Ersatzteile in aller Welt zusammen getragen. Die Wasserpumpe, bspw. hab ich in den USA gefunden, allerdings fehlt dieser Pumpe noch ein Wasseranschluss zum Ölfilter. Die Europäischen Modelle haben am Ölfilter einen Kühlflansch, der vermutlich bei den Amerikanischen Modellen nicht benötigt wird. An der Drehbank haben wir aus Messingvollmaterial einen Flansch angefertigt und an der Wasserpumpe entsprechend am Gehäuse ein Gewinde für den Flansch gebohrt. Leider ist der erste Flansch beim Festdrehen abgerissen. Der hatte nur zwei Flächen für einen Gabelschlüssel und es war relativ wenig Platz um dieses damit festzuziehen. Der zweite Flansch wurde entsprechend optimiert und verfügt über einen Sechskant. Somit kann der Flansch gefühlvoll mit einer langen Nuss angezogen werden. Zur Dichtung wurde ein Aludichtring eingelegt und das Gewinde wurde zusätzlich noch mit flüssiger Gewindedichtung abgedichtet.

 

Parallel zu diesen Arbeiten wurde noch das linke Rücklicht ersetzt, das hatte Löcher um die Feuchtigkeit heraus zu bekommen und am Blinker war die Lichtscheibe wellig, vermutlich in Folge von Überhitzung. Dann wurde noch der linke Scheinwerfer wegen einer Glasabsplitterung ersetzt, und am rechten Scheinwerfer wurde die schwarze Maskierung neu angebracht. Sämtliche Beleuchtungseinrichtungen wurden noch intensiv gereinigt und leicht aufpoliert, mit einem sehr guten Ergebnis.

 

Weiterhin wurde die zerfressene Motorhaubendämmung durch ein gutes Gebrauchtteil ersetzt.

Der Zahnriemen wurde erneuert, und die Wasserpumpe wurde eingebaut. Leider ist ein Wasserschlauch an der Wasserpumpe ziemlich tief eingeschnitten. Der muss erneuert werden, wenn man gerade hinkommt.

Insgesamt hat es gut funktioniert, und im nächsten Schritt wird der Alukühler eingebaut. Dann gilt es, neben den Standardkundendienst mit allen Filtern auch die Zündkerzen zu tauschen. Und das ist eine Arbeit für Typen, die Vater und Mutter erschlagen haben. Mir graut nicht der Morgen, sondern davor. Ich werde berichten

Ok, Planänderung: Ich habe mich entschieden, die Antriebseinheit mit der Vorderachse auszubauen. Das Getriebe zu tauschen, scheint kein Spaß zu werden, solange es im Auto eingebaut ist. Auch ein Zündkerzenwechsel scheint unmöglich zu sein, deshalb die Entscheidung.

Und los geht's: Auspuffanlage raus, Hitzeschutzblech raus und Kardanwelle raus. Dann Traggelenke lösen, Koppelstangen abschrauben und die vorderen Antriebswellen raus. Danach den Kühler wieder ausbauen und alle Steckverbindungen, Ölleitungen und Wasserschläuche trennen. Zum Schluss muss noch der Anlasser raus und der Schaltzug vom Getriebe getrennt werden.

Dann wurde ein Transportwagen unter den Motor geschoben, und das Fahrzeug auf dem Transportwagen abgesetzt. Motor- und Getriebelager wurden gelöst und das Fahrzeug langsam wieder angehoben. Das ging leider nicht so wie gedacht, weil die Drehmomentstütze vom Motor zur Spritzwand noch eingebaut war. Nachdem auch diese ausgebaut war, konnte das Fahrzeug vom Antriebsaggregat abgehoben werden. Voilà, Das Triebwerk liegt auf dem Transportwagen.

Jetzt konnten auch die Zündkerzen völlig problemlos getauscht werden. Auf den Zündkerzen sitzen jeweils auch noch die Zündspulen. Keine Ahnung, wie man die im eingebauten Zustand herausbekommen soll. Gleich bei der ersten Zündkerze habe ich festgestellt, dass die Kerze abgebrochen war. Egal, jetzt sind sechs neue Kerzen drin.

Im Anschluss wurde dann gleich noch das Getriebe gewechselt, das ging einfacher von der Hand, als gedacht. Jetzt fehlen noch Dichtringe für das neue Getriebe. Die Dichtringe für die Antriebswellen kommen aus Dubai, könnte noch ein paar Tage dauern.

Die Dichtringe für das Getriebe sind so nach und nach eingetroffen. Der Dichtring für die Eingangswelle war bereits da und wurde beim Getriebewechsel direkt getauscht. Der Dichtring für die Kardanwelle kam kurz vor den Dichtringen für die beiden Antriebswellen. Hierbei muss man aufpassen, es gibt einen linken und einen rechten Dichtring. Der Tausch der Dichtringe hat ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, da man sie nicht so einfach herausziehen kann, da das Loch kleiner ist als der Dichtring?! Nach etwas Hirnschmalz, habe ich erkannt, dass man den seitlichen Deckel zur Antriebswelle herausschrauben kann. Der Dichtring wird dann in diesen Deckel, quasi von innen eingesetzt. Beim Einschrauben muss man sehr akkurat arbeiten, da die beiden Deckel links und rechts für das Axialspiel des vorderen Differentials verantwortlich sind.

Weiterhin waren die Gummis an der hinteren Getriebelagerung abgerissen. Ich habe die beide Gummis entfernt und an ihrer Stelle Silentblöcke mit gleichen Abmessungen eingebaut.

Damit war der Triebwerkblock zum Einbau bereit. Der Einbau ging locker von der Hand und nach kurzer Zeit waren Motor und Getriebe wieder an ihrem Platz. 

Dann wurde noch die Ölwanne des Getriebes abgenommen und der Getriebeölfilter erneuert. Die Peripherie das Antriebstranges wurde auch wieder zusammen-/ ein-/ angebaut.

Der Antriebsstrang wurde wieder komplett eingebaut und alle Flüssigkeiten wurden aufgefüllt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Automatikgetriebe. Es konnten im warmen Zustand insgesamt 7 Liter ATF eingefüllt werden. Die gesamte Füllmenge beträgt 9,5 bis 9,8 Liter. Da haben wir ziemlich viel Öl tauschen können. Wenn jetzt in gewissen Zeitabständen nochmals 2-3 Mal das ATF, soweit möglich, abgelassen wird, dann schafft man es ohne eine Spülung das meiste Altöl aus dem Getriebe zu bekommen.

Selbstverständlich wurden alle Flüssigkeiten akkurat nachgefüllt und ggf. entlüftet. Bei der Heizung hat es etwas länger gedauert, bis endlich warme Luft gekommen ist.

Nach dem Probelauf im Stand wurde eine Probefahrt durchgeführt. Zunächst war in der Servolenkung noch etwas Luft, aber das System hat sich bei der Probefahrt vollends entlüftet. Das Getriebe schaltet alle Gänge sehr weich und auch beim Kickdown reagiert das Getriebe spontan ohne großartige Rucke.  Der Wagen fährt eigentlich tadellos. Es war nur in einzelnen Reifen etwas wenig Luft.

Im nächsten Schritt werden alle Bremsscheiben und Beläge erneuert. Dann muss der Innenraum noch sehr umfangreich überarbeitet werden, inkl. Himmel neu beziehen, und verschiedene andere Kleinigkeit behoben werden. So ist der Fensterheberschalter in der Fahrertüre für das Beifahrerfenster defekt und muss ausgetauscht werden.  Der Fensterheberschalter an der Beifahrertüre funktioniert, aber das Fenster drückt nur nach oben, senken will es nicht. Das Motorhaubenemblem muss noch angebracht werden und die Türdichtungen müssen ersetzt werden. Die nötigen Teile habe ich bereits gefunden und/oder sind im Zulauf. Die Liste ist noch viel länger, aber eines nach dem anderen wird abgearbeitet.

Jetzt bin ich erst mal froh, dass der Wagen fährt.

Da es sich um ein Schweizer Fahrzeug handelt, ist für eine Zulassung in Deutschland eine Einzelabnahme erforderlich. Dafür habe ich beim TÜV Süd, Datenblattstelle, ein Datenblatt für meinen SVX erstellen lassen. So ein Datenblatt kann man online anfordern, und kostet 159,-€ für Fahrzeuge bis Baujahr 2000 und dauert ungefähr 2 Wochen.

Ich habe alles was ich zu dem Fahrzeug herausfinden konnte einem Prüfer für Einzelabnahmen zur Prüfung und evtl. Vorbereitung der Abnahme gegeben. Aber da der Wagen relativ jung ist, ergeben sich ungeahnte Probleme, die es mit älteren Fahrzeugen so nicht gibt.

 

Im Datenblatt wurde vom TÜV angegeben, das der abnehmende Prüfer die Sitz- und Gurtverankerungspunkte prüfen müsse. Allerdings dürfen das nicht alle Prüfer, obwohl sie berechtigt sind Abnahmen nach §21 StVZO (Einzelabnahmen) durchzuführen. Prüfer der GTÜ dürfen Sitzverankerungen beurteilen, aber Gurtverankerungspunkte dürfen sie nicht prüfen. 

Dazu muss ich einen Nachweis erbringen, dass die Gurtverankerungspunkte den Vorschriften entsprechen. Ich habe Subaru Deutschland angeschrieben, und gebeten, mir eine entsprechende Bestätigung für die Gurtverankerungspunkte bezogen auf meine VIN zukommen zu lassen. Alternativ wäre eine Schreiben ausreichend, in dem bestätigt wird, dass das Fahrzeug mit meiner VIN den "deutschen" Fahrzeugen mit der ABE G066 uneingeschränkt entspricht. Subaru Deutschland, hat mir per E-Mail geschrieben, dass mein Fahrzeug dieser ABE entspricht, aber ein offizielles Schreiben muss ich über einen Subaruvertragshändler für den kleinen Obolus von 100,-€ bei Subaru Deutschland beantragen.

 

Dann habe ich für den SVX Alufelgen von AZEV Typ H besorgt. Es gibt leider kein Teilegutachten, mit dem man die Felgen eintragen lassen könnte, aber ich habe bei AZEV ein Festigkeitsgutachten zu den Felgen bekommen. Ein Einzelabnahme muss bei dem Wagen sowieso gemacht werden, da kann man die Felgen gleich mit eintragen lassen - PFEIFFENDECKEL!!! Das Gutachten und der Wagen sind  zu jung. Bis Bj. 1991 wäre das Festigkeitsgutachten ausreichend gewesen. Aber nach diesem Datum muss das Festigkeitsgutachten zwingend einen so genannten Impacttest nachweisen. Das fehlt in dem Gutachten, was meine Felgen nun zu Aluschrott macht.