Lancia Fulvia 1,3 Berlina


Eines vorweg: Der Lancia ist noch nicht in Deutschland.

Jetzt zur Geschichte, wie es zu diesem Fahrzeug kam, bzw. kommt (es ist ja noch nicht da). Joachim kennt aus beruflichen Gründen einen Italiener, Damiano Furgione,  der gewerblich mit italienischen Fahrzeugen, hauptsächlich kleineren Motorrädern handelt. Sein Betrieb heißt Old Topo Motors.

Damiano war vor Kurzem bei uns in der Werkstatt und hat für drei Kisten Bier eine unvollständige Zündapp ZD20/40 abgeholt. Bei dem Besuch wurde er von Joachim gefragt, ob er nicht eine Lancia Fulvia Coupe wüsste. Hintergrund dieser Frage war: Thomas hatte früher eine Lancia Fulvia Coupe in grün und erzählt immer wieder davon.

Nach ein paar Tagen, war Damiano wieder mal bei mir in der Firma und berichtete von einer Lancia Fulvia, aber eine Berlina, also eine Limousine. Ich bekam 2-3 Bilder und bin davon ausgegangen, dass das Interesse bei Thomas sehr begrenzt sein würde, trotzdem habe ich ihm die Bilder weitergeleitet. Und entgegen meiner Erwartung hat er Feuer gefangen.

Der Wagen steht am Gardasee zur Selbstabholung zu einem sehr attraktiven Preis. Wir bekamen von Damiano noch ein paar Videos, die im Bereich der Restauration angeschaut werden können und einzelne Informationen zu dem Wagen. Der Wagen hat nachweislich erst 30.000km und erstrahlt noch in seinem Erstlack von 1969.

Wir haben bereits einen Termin zur Abholung des Wagens am 12.02.2026 ausgemacht, das ist in diesem Jahr übrigens der Gombige Doschdig.

 

 


Technische Daten:

 

Produktionszeitraum:

Produktionsmenge:

 

Zulassungen 01/2025 laut KBA:

Erstzulassung:

Fahrgestellnummer:

Hubraum:

Leistung:

vmax:

Gemischaufbereitung:

Motorart/Anordnung:

Getriebe:

Leergewicht:

zul. Gesamtgewicht:

LxBxH:

 

 

 

Oktober 1963 - Oktober 1972

335.536 (Fulvias gesamt), 188.637 (Berlinas gesamt), 64.006 (Berlinas 2. Serie)

Fahrzeug hat keine eigenen Schlüsselnummern

1969

noch unbekannt

1.298 cm³

64 kW/87 PS

162 km/h

Zwei Solex Doppelvergaser

VR4-Motor, längs eingebaut mit Frontantrieb

5-Gang-Getriebe mechanisch

1.050 kg

1.430 kg

4.155x1.555x1.400 mm

 



Ausstattung:


Besonderheiten:

 

Wie andere Lancia-Modelle nach der 1950 vorgestellten Aurelia, war die Fulvia nach einer klassischen Römerstraße – hier der Via Fulvia – benannt.

Die Fulvia war als Berlina (Limousine) und als Coupé erhältlich. Außerdem gab es, wie bei Lancia üblich, ein bei Carrozzeria Zagato entworfenes und in Kleinserie gebautes Fließheckcoupé mit dem traditionellen Namen Sport. Das technische Konzept der Fulvia stammt von Professor Antonio Fessia, die Form der Limousine und des Fulvia Coupés wurde von Pietro Castagnero im Centro Stile bei Lancia entworfen. Der Lancia Fulvia Sport auf der technischen Basis des Coupés wurde bei Zagato von Ercole Spada gezeichnet.

Die Lancia Fulvia basierte auf der im Herbst 1960 erschienenen, größeren Lancia Flavia. Beide Modelle hatten Frontantrieb und klare gerade Linien. Alle Fulvia-Modelle hatten Scheibenbremsen, das Fahrwerk mit Doppelquerlenkern und Querblattfeder vorn und hinten eine Starrachse mit Blattfedern, Stabilisator und Längslenker sorgte für eine gute Straßenlage.

Im Herbst 1972 wurde das System der Benennung nach römischen Straßen geändert: der unter Fiat-Regie gebaute Nachfolger der Fulvia war der Lancia Beta.

 

Die Lancia Fulvia 1C Berlina wurde von einem V4-Motor mit einem Zylinderwinkel von nur 13° angetrieben. Das 1091-cm³-Triebwerk wurde mit einer Neigung von 45° eingebaut und besaß zwei obenliegende Nockenwellen. Mit einem Einfach-Registervergaser leistete es 44 kW (58 PS) bei 5800/min, gerade genug, um die mit 1040 kg relativ schwere Limousine auf 138 km/h zu beschleunigen.

Ab Herbst 1964 wurde die Fulvia 2C angeboten. Zwei Solex-Doppelvergaser erhöhten die Leistung auf 71 PS und sorgten für bessere Fahrleistungen.

Ab Anfang 1967 ergänzte Lancia die Palette um die Version GT in der 1,2-Liter-Klasse, die 80 PS leistete. Den Motor gab es in drei Hubraumvarianten (1199 cm³ [79 PS], 1216 cm³, 1231 cm³).

Mitte 1968 kam die Fulvia GTE, eine Limousine mit dem stärkeren 1298-cm³-Motor mit 87 PS bei 6000/min.

Quelle: Wikipedia